Merhaba Istanbul. Part 2.

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Lang lang ists her, als ich meinen ersten Istanbul-Beitrag geschrieben habe. Aber manchmal kann man eben nicht so, wie man will und dann verstauben Reiseberichte in der virtuellen Schublade des Dokumente-Ordner. Aber here we go und besser spät als nie. Also genug der Floskeln und viel Spaß beim Lesen der:

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5. Auf einer Terrasse den Sonnenuntergang schauen

Istanbul ist die Stadt der Terrassen. Eigentlich könnte man sagen, es besteht aus Terrassen. Terrassen-Skelett quasi. Wenn man mitte März an den Bosporus fährt, dann beginnt die Saison gerade erst und der Genuss ist noch nicht so wie eine Kugel Haselnuss bei 35 Grad. Eher so wie Vanille bei den ersten Sonnenstrahlen, gut, aber man ahnt der Höhepunkt kommt noch. Quintessenz: Es ist windig und kalt im März und ohne Decke bringt der schönste Sonnenuntergang, über den Dächern der Stadt, nichts als Gänsehaut. Verweile doch, du bist so schön, aber nur 10 Minuten. Also Sonnenkinder, es ist Sommer, fliegt hin und lebt auf der Terrasse, ohne Decke.

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Süleyman_Terrasse

Vor der Süleyman Moschee hat fast jede Bar eine Dachterasse.

6. Nach Asien fahren

Wer in die Stadt zwischen Orient und Okzident fährt, muss natürlich seinen Fuß auch mal auf die asiatische Seite setzen. Es gibt unzählige Touristen-Boote, die Unmengen Geld kosten und unnötig sind, schließlich kann sich jeder selbst über den Bosporus belesen. Ich empfehle (so wie jeder gute Reiseführer) die öffentliche Fähre des Nahverkehrs zu nehmen oder mit der U-Bahn zu fahren. Am Eminönu Kadiköy Pier (Sultanahmet-Seite) fahren die Fähren nach Kadiköy ab, und man kann ganz einfach mit der Istanbul Card bezahlen. Die Fahrt lohnt sich wirklich. Man sieht den Topkapi Palast in seiner vollen Größe und schippert im Bosporus, umzingelt von gefräßigen Möwen. Auf der asiatischen Seite entdeckt man das neue Istanbul. Vertraut man den Istanbulern ist das Stadtviertel Moda besonders Up-Coming (ich vermute es verhält sich ähnlich zum Wedding-Mythos). Der geübte Beobachter wird schnell feststellen, dass hier sehr viele junge Menschen wohnen, die sich europäisch kleiden und verhalten. An jeder Ecke gibt es Coffee-Shops, kleine Boutiquen und Kunstgalerien. Besonders im Vergleich zu dem eher konservativen Fathi zeigt sich hier die besondere Divergenz, die Istanbul ausmacht. Der ständige Kampf zwischen Moderne und Tradition. Ein Kampf der übrigens so sehr mit der Geschichte Istanbuls verankert ist, dass er zum Lebensgefühl gehört. Wer sich ein bisschen mit dem Untergang Byzanz und Konstantinopels und der Eroberung der Stadt durch die Osmanen, allen voran Sultan Mehmed, beschäftigt, wird da ganz schnell Parallelen finden.

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Fischer auf der Galata-Brücke auf dem Weg zur Fähre nach Kadiköy

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7. Basar Baby!

Wer in Istanbul nicht auf die Basare geht ist selber Schuld. Natürlich sind Grand Bazar und Co. absolute Touristen-Fallen und kaufen sollte man nur was, wenn man verhandlungssicher ist, oder zu viel Geld hat. Aber gucken, kostet ja nichts. Allein der Aufstieg durch die vielen kleinen Gassen in Sultanahmet zum Grand Bazar lohnt sich. Hier kann man alles, und zwar wirklich alles kaufen. Wer immer schonmal die kitschigste Hochzeit der Welt feiern wollte, muss vorher nur mit vier leeren Koffern nach Istanbul fliegen. Willkommen im Plastik-Paradies des guten Geschmacks. Ihr sucht pinke Bügel? Dann geht in den Laden, in dem es einzig und allein Bügel gibt. Oder Gürtelschnallen, nur Gürtelschnallen. Oder Plastikgeschirr, nur Plastikgeschirr. Die Liste ist endlos. Über Brautkleider brauchen wir hier gar nicht reden, es gibt eine Brautkleid-Straße. Angekommen im Grand-Bazar (wirklich schönes Gebäude) ist man erstmal kurzzeitig blind und dem Hitzetod nahe. Überall glänzt goldener Schmuck. Die Reflexionen sind gigantisch und warm, sehr sehr warm (don´t do it in summer!). Ansonsten gibt es Nippes, der jedes orientalische Klischee bestätigt: Keramik, Teppiche, opulentes Geschmeide, Gewürze, Lederwaren et cetera, et cetera. Viel spannender als den Grand Bazar fand ich den Ägyptischen Basar. Der befindet sich direkt am Ufer Eminönu und ist ein Paradies für Feinschmecker. Probiert euch durch Mandeln, Käse, Teesorten und kauft unbedingt türkischen Kaffee in Istanbuls ältester Kaffeemanufaktur “Kurukahveci Mehmet Effendi” in der Hasircilar Caddesi.

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8. Nicht den Reiseführer abarbeiten!

Wir waren nicht im Topkapi Palast und nicht in der Hagia Sofia. Wir sind gelaufen und haben uns treiben lassen. So kann man entdecken und versuchen den Rhythmus der Stadt zu finden. Sehenswürdigkeiten sind definitiv des Sehens wert, aber am Ende des Tages erinnere ich mich an die Kleinigkeiten einer Reise. Zum Beispiel den liebevollen Umgang der Istanbuler-Bevölkerung mit Straßenkatzen und -hunden, oder die verlassenen kleinen Gassen in Beyoglu.

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9. Wiederkommen.

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und genießen.

(und vielleicht diesmal in den Topkapi-Palast gehen, oder ins Istanbul Modern, oder an die äußere Stadtmauer…oder oder oder). Hier gehts weiter zum ersten Part meines Istanbul-Berichts.

hannabrücke

(danke Hanna.)

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One thought on “Merhaba Istanbul. Part 2.

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